Q-LASIK-Augenlaserbehandlung
LASIK mit schneller visueller Erholung · Prof. Dr. Fırat Helvacıoğlu, FEBOS-CR · Veni Vidi Augenklinik, Caddebostan – Kadıköy, Istanbul
Q-LASIK ist ein LASIK-Verfahren, bei dem das Med-Logics ML7 LASIK-System den Hornhautlappen in etwa 7 Sekunden mit geringem Unterdruck anlegt. Da nur sehr wenig Hornhautödem entsteht und der temporale Schnitt die Beschwerden durch trockenes Auge verringert, erholt sich das Sehen schnell (Quick Visual Recovery): Bei den meisten Patienten wird es innerhalb von 5–6 Stunden klar. Es korrigiert Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Astigmatismus.

Was ist Q-LASIK?
Q-LASIK ist ein LASIK-Verfahren, bei dem das Med-Logics ML7 LASIK-System den dünnen Hornhautlappen anlegt, mit dem Ziel einer sehr schnellen visuellen Erholung (Quick Visual Recovery). Das „Q“ im Namen steht für diese schnelle Erholung: Bei den meisten Patienten erreicht das Sehen unmittelbar nach der Operation 80–90 % und wird innerhalb von 5–6 Stunden klar.
Was Q-LASIK von anderen LASIK-Verfahren unterscheidet, ist nicht der verwendete Excimer-Laser, sondern die Art der Flap-Anlage. Das ML7 LASIK-System legt den Flap in etwa 7 Sekunden mit geringem Unterdruck an, sodass in der Hornhaut deutlich weniger Ödem (Schwellung) entsteht. Das Scharnier des Flaps kann temporal, nasal oder oben liegen; ein temporaler Schnitt beeinträchtigt die Hornhautnerven weniger und hilft so, Beschwerden durch trockenes Auge nach der Operation zu verringern. Minimales Ödem und eine geschonte Hornhautoberfläche ermöglichen somit ein schnelles Klarwerden des Sehens.
Das Geheimnis der schnellen Erholung: das ML7 LASIK-System
- Flap in 7 Sekunden: Das ML7 LASIK-System legt den Flap einschließlich Ansaugzeit in etwa 7 Sekunden an; die Einwirkung auf das Auge ist daher sehr kurz.
- Geringer Unterdruck: Das System arbeitet dabei mit einem geringen Unterdruck von etwa 550 mmHg, was Druck auf das Auge und Beschwerden verringert.
- Weniger Ödem: Dank des kurzen Vorgangs mit geringem Unterdruck bleibt die Hornhautschwellung minimal, sodass das Sehen innerhalb von Stunden klar wird.
- Wahl der Flap-Ausrichtung: Das Scharnier kann temporal, nasal oder oben liegen; die geeignetste Ausrichtung wählen wir entsprechend der Anatomie des Auges.
- Weniger trockenes Auge: Ein temporaler Schnitt hilft, die Hornhautnerven zu schonen, und verringert dadurch die Beschwerden durch trockenes Auge nach der Operation.
- Präziser, planarer Schnitt: Die Abweichung zwischen geplanter und erreichter Flapdicke ist sehr gering (etwa ±5 Mikrometer).
Nach Anlage des Flaps korrigiert dann der Excimer-Laser die Fehlsichtigkeit nach einem individuellen Plan.

Wie wird Q-LASIK durchgeführt?
- Betäubung: Betäubungstropfen machen das Auge unempfindlich; während der Operation spüren Sie keine Schmerzen.
- Flap: Danach legt das ML7 LASIK-System in etwa 7 Sekunden mit geringem Unterdruck einen dünnen Hornhautlappen an.
- Laser: Der Chirurg hebt den Flap an, und der Excimer-Laser korrigiert dann die Fehlsichtigkeit nach dem individuellen Plan.
- Zurücklegen des Flaps: Anschließend legt der Chirurg den Flap zurück; Nähte sind nicht nötig, da er von selbst haftet.
Die gesamte Eingriffszeit für beide Augen beträgt etwa 10–15 Minuten; danach geht der Patient am selben Tag nach Hause.
Schritt-für-Schritt-Darstellung des Eingriffs
Flap-Anlage mit dem ML7 LASIK-System, anschließend Excimer-Laser.
- Anlage des FlapsDas ML7 LASIK-System legt in etwa 7 Sekunden mit geringem Unterdruck einen dünnen Hornhautlappen an.
- Anheben des FlapsDer Flap wird behutsam an seinem Scharnier angehoben, wodurch das darunterliegende Hornhautgewebe freiliegt.
- Excimer-LaserDer Excimer-Laser formt das freigelegte Gewebe nach dem individuellen Plan um und korrigiert so die Fehlsichtigkeit.
- Zurücklegen des FlapsDer Flap wird zurückgelegt und haftet ohne Naht; dank minimalem Ödem wird das Sehen innerhalb von 5–6 Stunden klar.
Für wen ist Q-LASIK geeignet?
Mit Q-LASIK lassen sich Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Astigmatismus korrigieren. Bei manchen Patienten mit regelmäßiger Hornhauttopographie und grenzwertiger Hornhautdicke kann es, sofern die Planung es zulässt, ebenfalls eine Alternative sein. Bei Keratokonus oder Hornhautverdünnung lasern wir nicht; stattdessen kommen bei diesen Patienten Cross-Linking oder eine implantierbare Linse (ICL) infrage.
- Alter: Mindestens 18 Jahre; der geeignetste Zeitraum liegt meist zwischen 18 und 40.
- Stabile Werte: Ihre Dioptrienwerte sollten sich im letzten Jahr nicht wesentlich (um mehr als 0,5 Dioptrien) verändert haben.
- Gesunde Hornhaut: Hornhautkarte (Topographie/Tomographie) und Dickenmessung müssen normal sein; ein Keratokonus muss ausgeschlossen werden.
- Allgemeingesundheit: In Schwangerschaft und Stillzeit operieren wir nicht; unkontrollierten Diabetes sowie bestimmte rheumatische und Immunerkrankungen beurteilen wir sorgfältig.
- Augengesundheit: Ausgeprägtes trockenes Auge, Blepharitis oder Erkrankungen im Augeninneren behandeln wir zuerst.
Heilungsverlauf nach Q-LASIK
| Zeitpunkt | Was Sie erwartet |
|---|---|
| Unmittelbar nach der Operation | Das Sehen liegt bei 80–90 %; Tränen und Lichtempfindlichkeit sind normal |
| 5–6 Stunden | Das Sehen wird deutlich klar |
| Am nächsten Tag | Erste Kontrolle; danach kehren die meisten Patienten in ihren Alltag zurück |
| Woche 1 – Monat 1 | Kontrollen; das Auge nicht reiben und die Tropfen regelmäßig anwenden |
Sichere Planung und mögliche Nebenwirkungen
Der wichtigste Sicherheitsaspekt beim Lasern ist das Risiko einer Ektasie – einer Schwächung und Vorwölbung der Hornhaut. Deshalb beurteilen wir vor der Operation Hornhauttopographie, Tomographie, Dickenkarte und den Anteil des veränderten Gewebes (PTA) gemeinsam. Der PTA gibt an, wie viel der Hornhaut die Behandlung verändert. Eine Fall-Kontroll-Studie untersuchte 30 Augen, die trotz normaler Topographie nach LASIK eine Ektasie entwickelten. Bei 97 % dieser Augen lag der PTA bei 40 % oder mehr (Santhiago et al., Am J Ophthalmol 2014).
KI-gestützte Planung
Prof. Dr. Fırat Helvacıoğlu ist Mitglied des medizinischen Beirats von RLES AI, einer klinischen Entscheidungsunterstützungsplattform, die Topographie, Tomographie, Pachymetrie und weitere Messwerte anhand von etwa 300 Parametern analysiert. Die Entscheidung über die Operation trifft immer der Chirurg; das Entscheidungsunterstützungssystem hilft dabei, die Messwerte lückenlos zu prüfen.
Mögliche Nebenwirkungen: Vorübergehendes trockenes Auge, Blendung oder Halos um Scheinwerfer bei Nacht in den ersten Monaten sowie Lichtempfindlichkeit sind häufig und meist vorübergehend. Flapbedingte Probleme, Infektionen, Abweichungen von der Zielrefraktion und Hornhautektasie sind hingegen seltene Komplikationen.
Ein Cochrane-Review, der LASIK mit mechanisch angelegtem Flap und LASIK mit Femtosekundenlaser-Flap verglich, fand keinen Unterschied in den Sehergebnissen; allerdings trat eine diffuse lamelläre Keratitis (DLK) beim mechanischen Verfahren seltener auf. Zur Lage des Scharniers zeigte eine randomisierte Mikrokeratom-Studie eine bessere Erhaltung der Hornhautsensibilität und mildere Zeichen des trockenen Auges bei horizontal liegendem Scharnier, während einige Femtosekundenlaser-Studien keinen signifikanten Unterschied in Abhängigkeit von der Scharnierlage fanden.
Q-LASIK, No Touch oder SMILE Pro?
Bei geeigneter Hornhautdicke und -struktur gehört Q-LASIK zu den Methoden mit der schnellsten visuellen Erholung und den geringsten Schmerzen. Bei Kontaktsport oder dünner Hornhaut kann dagegen No Touch vorzuziehen sein, bei kurzsichtigen Patienten mit Neigung zu trockenem Auge SMILE Pro. Welche Methode für Sie geeignet ist, bestimmen schließlich Untersuchung und Messungen.
Kosten und Informationen für internationale Patienten
Die Kosten legen wir nach der Untersuchung fest. Augenlasern ist ein Wahleingriff, dessen Kosten die Krankenversicherung in der Regel nicht übernimmt. Für internationale Patienten: Dank der schnellen visuellen Erholung lassen sich Untersuchung, Operation und Kontrolle am Folgetag meist innerhalb von etwa 3 Tagen in Istanbul durchführen. Die Beratung ist außerdem auf Englisch möglich.
Weitere Methoden: SMILE Pro · No Touch · Femto-LASIK · Alle Lasermethoden
Häufige Fragen
„Q“ steht für Quick Visual Recovery, also schnelle visuelle Erholung. Da das ML7 LASIK-System den Flap in 7 Sekunden mit geringem Unterdruck anlegt, entsteht nur sehr wenig Hornhautödem; bei den meisten Patienten liegt das Sehen unmittelbar nach der Operation bei 80–90 % und wird innerhalb von 5–6 Stunden klar.
Der Unterschied liegt nicht im verwendeten Excimer-Laser, sondern in der Art der Flap-Anlage. Das ML7 LASIK-System kann den Flap sehr schnell, mit geringem Unterdruck und mit temporalem, nasalem oder oberem Scharnier anlegen. Dadurch entsteht weniger Hornhautödem, ein temporaler Schnitt verringert die Beschwerden durch trockenes Auge, und das Sehen wird schneller klar.
Die gesamte Eingriffszeit für beide Augen beträgt etwa 10–15 Minuten. Dabei entsteht der Flap in etwa 7 Sekunden, und der Laser wirkt nur Sekunden.
Der Eingriff erfolgt in Tropfanästhesie, daher spüren Sie keine Schmerzen. Einige Stunden danach können Tränen, Brennen und Lichtempfindlichkeit auftreten; Fremdkörpergefühl und Tränen sind deutlich geringer als nach Oberflächenbehandlungen.
Das Sehen wird innerhalb von 5–6 Stunden klar; die meisten Patienten können nach der Kontrolle am nächsten Tag in ihren Alltag und zur Büroarbeit zurückkehren.
Bei regelmäßiger Hornhauttopographie kann Q-LASIK für manche Patienten mit grenzwertiger Hornhautdicke geeignet sein. Die Entscheidung erfolgt anhand von Hornhautdicke, Tomographie und Anteil des veränderten Gewebes (PTA). Ist es nicht geeignet, können wir stattdessen No Touch oder eine implantierbare Linse empfehlen.
Bei geeigneter Hornhautstruktur bietet Q-LASIK eine schnellere und angenehmere Erholung. Bei dünner Hornhaut, Kontaktsport oder Berufen mit Verletzungsrisiko kann jedoch No Touch vorzuziehen sein.
Nein. Ein Keratokonus ist eine Kontraindikation für das Lasern. Bei diesen Patienten stoppen wir das Fortschreiten der Erkrankung stattdessen mit Cross-Linking; für das Sehen kommen spezielle Kontaktlinsen oder bei geeigneten Patienten eine implantierbare Linse (ICL) infrage.
Bei richtig ausgewählten Patienten mit stabilen Werten ist das Ergebnis weitgehend dauerhaft. Die ab etwa 40 auftretende Schwierigkeit beim Nahsehen (Alterssichtigkeit) ist dagegen eine eigene, altersbedingte Veränderung.
Quellen
- Kahuam-López N et al. Laser-assisted in-situ keratomileusis (LASIK) with a mechanical microkeratome compared to LASIK with a femtosecond laser for LASIK in adults with myopia or myopic astigmatism. Cochrane Database Syst Rev. 2020;4(4):CD012946. doi:10.1002/14651858.CD012946.pub2
- Donnenfeld ED et al. The effect of hinge position on corneal sensation and dry eye after LASIK. Ophthalmology. 2003;110(5):1023–1029. doi:10.1016/S0161-6420(03)00100-3
- Mian SI et al. Dry eyes and corneal sensation after laser in situ keratomileusis with femtosecond laser flap creation: effect of hinge position, hinge angle, and flap thickness. J Cataract Refract Surg. 2009;35(12):2092–2098. doi:10.1016/j.jcrs.2009.07.009
- Santhiago MR et al. Association between the percent tissue altered and post-laser in situ keratomileusis ectasia in eyes with normal preoperative topography. Am J Ophthalmol. 2014;158(1):87–95. doi:10.1016/j.ajo.2014.04.002
- Eydelman M et al. Symptoms and satisfaction of patients in the Patient-Reported Outcomes With Laser In Situ Keratomileusis (PROWL) studies. JAMA Ophthalmol. 2017;135(1):13–22. doi:10.1001/jamaophthalmol.2016.4587
- Shortt AJ, Allan BD, Evans JR. Laser-assisted in-situ keratomileusis (LASIK) versus photorefractive keratectomy (PRK) for myopia. Cochrane Database Syst Rev. 2013;(1):CD005135. doi:10.1002/14651858.CD005135.pub3
Diese Seite dient der Patienteninformation und ersetzt keine Untersuchung oder ärztliche Beurteilung. Die für Sie geeignete Behandlung wird nach Augenuntersuchung und Messungen festgelegt.
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